Montag, 10. März 2008

Was bisher geschah:

Am 13. August 2007 nach genau 52 Wochen und somit 364 Tagen ging es mit Philipps Eltern zurück nach Deutschland. Die letzten Tage waren nicht ganz einfach, ich wollte noch die letzten ewig vor mit hergeschobenen Aufgaben erledigen bevor Philipp kam (Johannisbeeren pflücken und Marmelade draus machen und Nadelbaumbüsche zurück schneiden) und natürlich musste ich packen und mich langsam verabschieden. Ich freute mich schon unheimlich auf zu hause und aufs neue Leben aber es tat auch unglaublich dolle weh die Kinder und Halden hinter mir zu lassen.
Die Marmelade war in den Gläsern, meine angesammelten Habseligkeiten in Tüten/Kartons etc., die Büsche noch so wie immer und Phillip an meiner Stelle - also Zeit zu gehn. Nach 24h war ich auch endlich daheim, auspacken, schlafen und frühs nach CZ zur Bohemia. Nach 5 Tagen gings auch schon frühzeitig zurück nach Pratzschwitz - denn es musste ja schon wieder gepackt werden! Denn wohin geht es nach eine Jahr Skandinavien ?? Genau! In den Süden !

Tour d`Italia

Einmal von Norden nach Süden und über die Inseln zurück In den Norden. Mit dem Opataxi gings nach Leipzig und von dort mit dem Flieger nach Venedig. Nach wenigen Stunden war man ein bisschen in einer anderen Welt. Enge, labyrintartige Gassen, tausend Brücken und abertausende Menschen. Nach 15 min. war klar - eine Karte muss her. Doch nach 2,5 Tagen kamen wir schon ganz gut zurecht. Abgeschlagen von den Haupttouristenadern gab es sogar richtig idyllische Ecken. Ein Traum war die Insel Burano. Mit den knallbunten Häusern und der ruhigen Hinterhofsatmosphäre echt sehenswert. am 4. Tag unserer Reise ging es frühs mit dem Zug nach Rom. Wow, wir waren immer noch im selben Land, aber aus den kleinen, verwinkelten Gassen mit den romantischen Durcheinander wurden beeindruckende Straßen ausgerichtet auf gigantische Paläste. Städtischer aber nich weniger fototauglich gings auch hier täglich gute 9h auf Sehenwürdigkeitenjagd. Gemein war die Kleiderordnung im Vatikan. Bei guten 35°C im Schatten wurde pingelig genau darauf geachtet, kein nacktes Männerbein, keine Schulter oder gar eine zu tiefes Dekoltée in den Papstpalast zu lassen. Doch die Aussicht von der Kuppel machte alles wieder wett. Nach 3 Tagen in Rom zog es uns noch weiter in den Süden. Mit dem Nachtzug ging es nach Messina. Wärend Moritz die halbe Nacht damit beschäftigt war seine 2,5 m auf das schmale "Bett" zu Falten, schlief ich wie ein Murmeltier. Auf Sizilien wartete schon unser Mietflitzer! Was für ein Luxus! Ein Auto! Mit Klimaanlage! Sizilia wir kommen!!! Mit italinischem Fahrstil gings quer durch die Mittelmeerinsel, auf den Ätna, vorbei an urigen Dörfchen und kargen Landschaften Richtung Palermo. Mit schwerem Herzen lies ich unser liebgewonnenen Lancia zurück - doch Moritz freute sich schon wie ein kleines Kind auf "seine" Fähre die uns zum Inselgeheimipp Sardinien bringen sollte.Von Cagliari (Cajari gesprochen) gings mit dem Bus an der Südküste entlang nach Pula. Hier wollten wir ein paar entspannte Strandtage genießen. Und es hätte kein schöneres Fleckchen Erde geben können! Traumstrand, klares Wasser, kuschlige Buchten, Sonne ... Urlaub! 2 Luftmatratzen und ein Schnorchelset wurden angeschafft - die 10€ hätten nicht besser investiert sein können. Für jede Gelegenheit gab es den passenden Strand - Abenteuerschnorcheln, auf der Matratze chillen ... "Wellenreiten" ... Sonnenuntergänge ... hach! Nach einer knappen Woche ging aber auch schon unser Flieger. Kurzer Zwischenstop in Pisa, sprenkelanlagengequälte Vorflughafennacht, Kurztripp zum schiefen Turm und schon war man wieder im kalten, nassen Deutschland (die Ryanairgepäckqual und den echt "easy" Easyfly-Flug übersprungen).


Eigene 4-Wände

Nach zwei Wochen hatte ich auch den "Rest" meines Magen-Darm-Infekts aus Italien auskuriert. Und so gings nach ner kleinen, aber feinen 20-Jahre-Jitka Feier endlich ans Wohnung fertig machen. Jeaaahhh !!!! Endlich konnt ich mein Monatelang ausgefeiltes Farbkozept realisieren! Geb mir einen Pinsel! gebt mir Bordeaux! Cremé! Gebt mir Grasgrün mit Zymperstich! ... Und ich werde Gott!! Abkleben, mit weißer Farbe die Kanten machen und schon kanns los gehn. Die Küche und das Schlafzimmer gehörten mir ... es hätte Tage so weiter gehn können. Doch irgendwann waren auch die letzten Quatratzentimeter unsrer Wohnung bepinselt (Dank tatkräftigem, schwesterlichem Einsatz und des fachmännischen Wissens, wie es nur ein Vater haben kann). Nach kurzem Verschnauf-Wochenende kam auch schon der nächste Höhepunkt- IKEA!! Mit Moritz und Mutti hatte ich auch zwei stilsichere, kompetente Partner. Einige Euros leichter, jedoch mit vollem Auto gings nach Hause. Flärke, Valter, Pello & Co wollten zum Leben erwachen. Selten schlief ich so gut wie in den Tagen! Doch, es hat sich alles gelohnt. Nur wie lang die muttigesponsorten Pflanzen leben würden .. ??? ... Bis jetzt sind 2,5 tot .. der rest schlägt sich jedoch wacker!

London in 48h

Weil der letzte Urlaub ja schon 2 Monate zurück lag gings spontan für ein Wochenende nach London! Dank Billigairlines ja nicht mehr soooo die finanzielle Herausforderung. Mit der Mitfahrgelegenheit nach Berlin, von dort nach Stansted und nach London mit nem Fliegerbus(machte seinen Namen alle Ehre). Mitten in der Nacht kamen wir auch schon in unser Hostel an *gg*. Ein Traum ... Aber haben ja nich so viel geschlafen (3 Nächte und insgesamt nur 17 bzw. ich 20h Schlaf). Aber das Wetter am Freitag war wirklich ein Traum! Ein richtig schöner sonniger Fast-Winter-Tag. Mit der U-Bahn des ältesten U-Bahn-Netztes der Welt gings zum Buckingham Palace und dort zu Fuß durch den Park mit Einhörnchen füttern zur National Gallery und zum Parliament etc etc etc .... Auch Samstag gings nochmal quer durch London an alle noch nich gesehenen Highlights vorbei bis zum London Dungeon ... huhaa - wirklich erschreckend war allerdings nur die Schlange, und das die EC-Karte nach 2,5h anstehen nicht funktionierte, also Geld abheben und an der Priorety-Schlange anstellen, ging dann aber doch halbwegs fix. Im Dunkeln gings dann über die Tower Bridge zum RE Swiss Tower, ein Meisterwerk der modernen Architektur ;-). Und auf unsrer letzten Busfahrt haben wirs doch tatsächlich geschafft - ganz oben, ganz vorn ! Jeaahh! Sonntag früh klingelte allerdings scho halb 5 der Wecker, denn so is das halt auch mit den Billig-Airlines - die Flugzeiten sind nicht sooo optimal. Doch so warn wir schon mittags zu hause und konnten unsern Schlafmangel vor der Uni nochmal aufholen.

Winterurlaub in Gulsvik - Norwegen

Wie kriegt man die Weihnachtsfunde am schnellsten und effektivesten wieder los ? Ja, Weihnachtscross ist lustig und nützlig, aber besser ist ein Skiurlaub! Noch besser ist ein Skiurlaub an einen richtig richtig schönen Ort! Und wo ist es schöner als im norwegischen Gebirge in Grans Super-Hütte ?? Das haben wir uns auch gedacht, also gings zu 6 im Auto gen Norden. Zusammen quetschten wir uns und unser reichliches Gepäck in unsren nun nicht mehr so geräumigen Hyundai. Aber Scrubs übers Notebook und Olaf Schubert übers Autoradio sowie die Fährfahrten verkürzten uns die lange Reise ungemein. Quasi auf der Zielgeraden passierte noch ein Unglück, auf der ar***glatten Straße rutschte unser Auto in den Graben. Nach einigen Rauspuddelaktionen gaben wir uns geschlagen. Auch der "gelbe Engel" der ein ja bekanntermaßen überall helfen soll, war mehr oder weniger machtlos (man fand die Straße nicht auf der wir standen ;-)). Zum Glück gab es in der Nähe hilfsbereite Norweger, die uns sofort ein Abschleppauto organisierten (es war bereits 3:30 nachts). Gegen um 5 schliefen wir dann völlig erschöpft in unsern kuscheligen Betten ein. Die Hütte ist wirklich ein Traum, das bestätigten mir auch die Hüttenerstlinge! Sauna, Ofen, Fernseher, Aussicht, Küche& Bad mit allem pi-pa-po ... da bleiben keine Wünsche offen. Die nächsten Tage hieß es Ausschlafen, lecker Frühstücken, Skifahren, entspannen, Abendbrot, Sauna, Scrubs .... . Ausschlafen mit einer Ausnahme! Basti stand schon gegen 7 auf und wachste seine geliebten Germina- Ski oder machte sogar schon eine kleine Tour. So auch an den einen Tag - mit Präzision und Ausdauer machte er sich an sein Werk den nicht ganz einfachen Schneeverhältnissen gerecht zu werden. Auf eine ultimative Schicht folgte eine noch Ausgeglügeltere. Zufrieden ging er wieder ins Haus. Nun war mein Vati an der Reihe - sorgfältig entwachste er seine und Muttis Ski vom Vortag, das schien ganz gut zu laufen, .. nur noch Muttis Zweitpaar der Firma Germina, dann war er fertig ... mmh ... waren ihre edlen Germinas nich vor Jahren kaputt gegangen ??? Tja, Pech für Basti. Aber er sahs gelassen.
Zum Einkaufen gings für knapp 3h zum nächsten Konsum. Da sollte man nix vergessen. Außer man hat Moritz und Basti dabei. Die machen sich in solchen Fällen glatt auf den Weg ins Tal zur nächsten Tankstelle... früh gings los und es war schon mehr als dämmrig da waren sie auch schon wieder da! Doch solche Touren hielten uns nicht von unsrer 2. Einheit ab! Mit Nachtlampe gings im Zweierbob um die Wette die geradezu dafür gemachte Straße hinab. Kraemer gegen Schu-/Bergmann ... Sachsen gegen Thüringen ... Weicheier gegen Allesgeber ... klar wer letztendlich gewonnen hat :-) ! Blaue Flecken, blutige Fingernägel und die ein oder andere qualmende Batterie waren inklusive.
Doch nach einer reichlichen Woche musste es wieder nach Hause gehen. Das Wetter war eh etwas gegen uns und auch die 5. Staffel Scrubs war zu Ende geguckt.

1 Kommentar:

Jitka hat gesagt…

Diesen Post (mit all seinen Rechtschreibfehlern) widme ich Jan Müller! (USV TU Dresden) !! :-)