... dann: "pack die Skater ein... Nimm dein kleines Brüderlein..." und wenn man schon dabei ist auch gleich die Generation über sich und dann ab Richtung Meer! Oder besser gesagt Richtung MEHR - mehr feinster Asphalt, mehr Schlaf, mehr Ruhe, mehr Frühstücksei, mehr Herbst ...
Denn was ist mehr Herbst als Inline Skaten im Fläming? Im Sommer wird gebadet im Winter gehts auf die Ski - und der Herbst lockt mit milden Temperaturen, intensiver Farbenlandschaft und eher einem ruhigeren Terminkalender.
Alles ist Möglich: Inline Skates, Ski-Roller, Skykes... aber auch Fahrrad, Rollstuhl, Roller...
Mit Stöcken muss natürlich sein, damit man nicht nur einen dicken Ar*** und Elefanten-Oberschenkel bekommt, sondern auch nen schönes Türvorsteher-Kreuz! Sieht ja auch doof aus, eine Hose in der 44 und Oberteil in der 34 ...
Am Samstag ging es also erstmal ganz gemütlich auf eine kleine 50km-Tour. Die Jugend voran und wenn dem mal nicht so war, wurden die alten Gäuler wieder ordentlich in die Spur gebracht! So muss es auch sein... kleine Warnung: wenn man einer Jitka wenig Schlaf UND wenig Essen lässt dann kann diese sehr ... willensstark UND durchsetzungsfähig sein. Ja, mein Überlebenswille ist groß. Wie sonst schafft man es in einer Familie wie meiner, groß zu werden?
Leider gibt es vom Rest des Tages nur unbrauchbares Fotomaterial. Dem einen oder andern mag es schon aufgefallen sein: diesmal übertrug ich die großer Verantwortung der Illustration meines unglaublich unbedeutenden Tage-/Wochen/ oder auch Monatsbuches auf einem Außenstehenden. Frau ist ja modern und offen - nennt man das nicht Outsourcing? - und so ein Blick aus den Augen (oder der Linse) eines anderen erweitert ja bekanntlich den Horizont.
Leider war diese besagte Fotografin zur späten Stunde (körperlich oder geistig - man weiß es nicht) nicht mehr in der Lage den späteren Verlauf des Abends ausreichend zu dokumentieren. So gibt es also leider kein Beweis für die Turbo-Rutschen-Tour, das Reifen-Rennen-Duell (muss ich wohl nicht erläutern wer gewann) oder das erstaunliche Experiment "Mann 2h im Whirlpool"...
Aber zum Glück hatte der nächste Tag ja 25h - an dieser Stelle möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass ich mich seit mehreren Jahren für den 28h Tag stark mache, meine Aktion bisher aber nur mangelnde Resultate zeigt. Über mögliche Unterstützung würde ich mich sehr freuen.
Nungut, der 31.Oktober war schon mal ein guter Anfang. Die Extra-Stunde wurde natürlich sicher und gewinnbringend angelegt - in eine Stunde mehr Schlaf. So konnte die bisher längste Tour in Angriff genommen werden, die 93km-Tour erwartet mich erst im nächsten Jahr, aber eine 82km-Runde steckt schonmal in meinen Knochen. Und nein - es wird nicht langweilig! Das ist das wahre Leben...
Der Abend lief dementsprechend unspektakulär ab, nur ein kurzer Besuch beim Töpfermarkt in der nahen Umgebung, ein gutes Buch und eine weiche Matratze: mein Himmelreich!
Der Tag darauf (Reformationstag! Feiertag!!) wollte es nochmal wissen. Im dichten Nebeldunst ging es los. Der zehrende Atem eingepackt im Äther der Natur...
Es schien so, als ob der Fläming sagen wollte, dass es nun Zeit ist die Ski hervor zu holen, die Winterspitzen auf die Stöcke zu montieren und sich bereit zu machen für das Kommende.
Aber auch dieser Tag wandelte sich noch zu einem Sonne-Satt-Herbst-Farben-Tag :-)... keine Chance für Monotonie, die Region zeigt nochmal wie wandelbar sie ist!
Infos unter: http://www.flaeming-skate.de
Fotos: Karin Kraemer
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